Eine Überzuckerung ist für jeden Diabetiker eine langfristige Bedrohung seiner Gesundheit, da ein hoher Blutzuckerspiegel über einen längeren Zeitraum Blutgefäße und Nerven schädigt.
Risiken bestehen dann, wenn der Blutzucker vor dem Essen häufig über 120 mg/dl (6,7 mmol/l) oder etwa 2 Stunden nach dem Essen über 160 mg/dl (8,9 mmol/l) liegt.
Eine Hyperglykämie nimmt einen langsamen Verlauf (über Stunden bis sogar einige Tage).
Typische Symptome:
- Durst
- zunehmender Harndrang
- Abgeschlagenheit
- Müdigkeit
- schlechte Wundheilung
- trockene Haut
- Sehstörungen
- ungewollter Gewichtsverlust
Permanent erhöhte Blutzuckerwerte müssen ernst genommen und behandelt werden, da sie langfristig zu Folgekomplikationen führen können.
Unbehandelt kann die Hyperglykämie zu einer akuten Gefahr werden:
Durch den in dieser Situation bestehenden Insulinmangel werden Fettsäuren abgebaut, deren Bruchstücke (Ketonkörper) zu einer Übersäuerung des Organismus führen (Ketoazidose).
Diese Ketone sind durch Azetongeruch in der Atemluft erkennbar, oder im Blut (frühzeitig) oder Harn nachweisbar.
Unbehandelt kann das zum diabetischen Koma führen.
Anzeichen eines drohenden Komas:
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- schwere Atmung
Bei Erbrechen und drohendem Koma muss der Patient umgehend im Krankenhaus behandelt werden.