
Verzögerungsinsulin deckt den ständigen Grundbedarf des Körpers an Insulin und wird deshalb auch Basalinsulin (Fasteninsulin) genannt.
Es gibt folgende Hauptgruppen von Verzögerungsinsulinen:
1. NPH-Verzögerungsinsulin (mit Pen spritzbar)
2. Zink-Verzögerungsinsulin (nicht mit Pen spritzbar!)
3. Analog-Verzögerungsinsulin: Glargin, Detemir, Glulisin - mit Pen spritzbar
NPH-Verzögerungsinsulin
NPH heißt neutrales Protamin Hagedorn. Es wird langsam freigesetzt und verfügt über eine mittellange Wirkung. Bei dieser Insulinart ist das Hormon an die Trägersubstanz NPH gebunden, welche die Aufnahme des Insulins ins Blut verzögert. Die Verzögerung kann, je nach Dosierung, unterschiedlich sein. Normalerweise beträgt die Wirkdauer 12 (8–16) Stunden. Die maximale Wirkung entfaltet sich nach 4 bis 6 Stunden.
Zinkverzögerte Insuline
Diese führen je nach Kristallisationsgrad des Insulins zu einer mittellangen (12-16 Stunden) bis langen (24-36 Stunden) Wirkdauer.
Analog-Verzögerungsinsulin
Die neueste Entwicklung bei den Insulinanaloga sind langwirksame Insulinanaloga, derzeit als Glargin, Detemir oder Glulisin verfügbar. Sie wirken länger (durchschnittlich 24 Stunden) als NPH-Verzögerungsinsuline, haben eine gleichmäßigere Wirkung und verringern somit auch das Risiko von Unterzuckerungen.