Prinzipiell erfolgt die Kontrolle des Blutzuckers auf zwei unterschiedlichen Wegen, abhängig vom verwendeten Messgerät.
Reflektorsystem:
Die photometrische Messung basiert auf einer enzymatischen Bestimmungsreaktion mit anschließender Farbbildung in der Reagenzienschicht des Teststreifens. Die Intensität der während der Reaktion gebildeten Farbe wird vom Gerät reflexionsphotometrisch gemessen und in die entsprechende Glukosekonzentration umgerechnet.
Sensorsystem:
Der wesentlichste Unterschied von Sensoren zu Farbteststreifen ist die Koppelung der Glukosereaktion an biochemische Reaktionen, die direkt zu einem elektrisch messbaren Signal führen. Dieser Strom ist abhängig von der Glukosekonzentration und wird von dem Messgerät in den exakten Blutzuckerwert umgerechnet und angezeigt.
Bei Geräten älterer Bauart ist es notwendig, bei Verwendung einer neuen Packung Teststreifen eine Kodierung mit Hilfe eines Chips oder durch Eingabe einer Tastenkombination durchzuführen, um ein exaktes Ergebnis zu erhalten. Heute gibt es überwiegend Blutzuckermessgeräte, die das Kodieren automatisch durchführen.
Der Glukosemessbereich liegt bei modernen Systemen zwischen 20 und 600 mg/dl.
Messgeräte können entweder auf Vollblut oder Blutplasma geeicht sein (Angaben dazu finden Sie in der Gebrauchsanweisung Ihres Gerätes). Den meisten Geräten, die heutzutage auf dem Markt sind, liegt Plasmakalibrierung zu Grunde.
ACHTUNG: Auf Blutplasma geeichte Blutzuckermessgeräte zeigen etwa um 10 - 15 % höhere Werte an! Verwenden Sie deshalb nie gleichzeitig Geräte verschiedener Hersteller, da die Werte unter Umständen beträchtlich variieren können.